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Fachkräfteproblem und Berufliche Bildung beschäftigen das Handwerk in Altötting und Mühldorf

18.07.2018
v.l.n.r.: Martin Huber, MdL, Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl
v.l.n.r.: Martin Huber, MdL, Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl


Die Suche nach Fachkräften ist eine der drängendsten Herausforderungen des Handwerks. Das stellte sich beim Handwerksforum von Landtagsabgeordnetem Dr. Martin Huber heraus. Hauptredner Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern nannte Strukturreformen beim Steuersystem, Verbesserungen bei der beruflichen Bildung, Bürokratieabbau, die Digitalisierung sowie die Kostenentwicklung in der Energiepolitik als weitere wichtige Faktoren, die für ein erfolgreiches Handwerk angegangen werden müssten.

Etwa 50 Handwerker aus der Region Altötting waren zum Handwerksforum des Landtagsabgeordneten gekommen, um den Handlungsbedarf in ihrem Berufsstand darzustellen. Die Vorsitzende der Mittelstandsunion, Christine Burghart nannte dabei auch die Zölle auf Stahl und Aluminium, die durchaus auch Auswirkungen auf das heimische Handwerk hätten. Kreishandwerksmeisterin Helga Wimmer dankte Franz Xaver Peteranderl für seine Bereitschaft, sich die Sorgen der Handwerksbetriebe vor Ort in der Region anzuhören.

Martin Huber begrüßte die Gäste mit einem Lob für die Handwerksbetriebe, die zurecht als „Rückgrat der Bayerischen Wirtschaft“ bezeichnet würden. Er sprach jedoch auch Herausforderungen an, die von der Politik in Angriff genommen werden müssten. „Wir wissen, dass wir bei der Versorgung mit Breitbandinternet und im Mobilfunk noch weiße Flecken haben. Es sind aber 98 Prozent der bayerischen Kommunen im Förderprogramm und der Freistaat stellt in Deutschland einzigartig hohe Fördersummen zur Verfügung.“ Auch die berufliche Bildung müsse in Bayern gestärkt werden.

„Viele gehen immer noch davon aus, dass eine akademische Laufbahn allein zum Erfolg führe. Das ist absolut falsch.“, so Huber. Das Handwerk biete praktische Erfahrungen und große Chancen für Jugendliche. Auch die akademische Laufbahn sei durch die Aufstiegsmöglichkeiten in der beruflichen Bildung noch möglich. Den Meister, der gleichbedeutend mit einem „Bachelor-Abschluss“ sei, wolle man stärken und habe deshalb den Meisterbonus auf 1.500 Euro aufgestockt.

Franz Xaver Peteranderl stellte die positiven Initiativen und Kampagnen heraus, die das Bayerische Handwerk zusammen mit dem Freistaat unternimmt, um das Image des Handwerks weiter zu verbessern. Programme wie „Macher gesucht“ oder „Elternstolz“ sowie Lehrstellen-Apps tragen vermehrt dazu bei, Fachkräfte und Auszubildende im Inland zu finden. Den Fachkräftemangel bekomme man nur in den Griff, wenn man sowohl im Inland die Potenziale nutzt, als auch Chancen aus dem Ausland ergreift, so der Präsident der Handwerkskammer.

Dr. Martin Huber MdL

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