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„Offen und ungeschminkt gesprochen“ - Gesundheitspolitischer Austausch mit Ärzten aus der Region bringt wichtige Erkenntnisse über zukünftige Herausforderungen von Patienten und Ärzten

05.06.2018 | Mehring
Dr. med. Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, MdL Martin Huber, Dr. med. Gerald Quitterer, Präsident der Landesärztekammer Bayerns
Dr. med. Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, MdL Martin Huber, Dr. med. Gerald Quitterer, Präsident der Landesärztekammer Bayerns

Ob Nachfolgesorgen der Ärzte, Probleme beim Bereitschaftsdienst oder Herausforderungen in der Arbeitsstruktur – das Ärzteforum von Landtagsabgeordnetem Dr. Martin Huber brachte wichtige Erkenntnisse über notwendige Verbesserungen im Gesundheitssystem.

Zu dem Ärztegespräch hatte Dr. Martin Huber den Präsidenten der Landesärztekammer Bayern, Dr. med. Gerald Quitterer und den Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns Herrn Dr. med. Wolfgang Krombholz sowie zahlreiche Ärzte aus der Region Altötting eingeladen.

Martin Huber führte in das Gespräch ein und berichtete von einem Antragspaket zur Bekämpfung des Ärztemangels, das der Landtag erst im vergangenen Jahr verabschiedet habe. „Wir sind uns bewusst, dass wir gerade auf dem Land Anreize schaffen müssen, um junge Ärzte für den Landarztberuf zu begeistern.“ Deshalb seien beispielsweise das Stipendium für angehende Landärzte verbessert und die Studienplätze insgesamt ausgebaut worden.

Einig war man sich aber darin, dass ein ganzes Bündel an Maßnahmen notwendig sei, um den Ärztemangel zu beheben. Dr. Krombholz berichtete, dass von 400 Praxen, die übergeben werden sollten, für 100 keine Nachfolger gefunden wurden. Dies betreffe allerdings nicht die Region Altötting. Dennoch müsse man die Rahmenbedingungen insgesamt so setzen, dass es attraktiv werde, im ländlichen Raum eine Praxis zu übernehmen.

Allgemein gelobt wurde das Programm der Kreisklinik Altötting, das Medizinstudenten einen Bonus dafür bietet, dass sie die fünfjährige Facharztausbildung in Altötting beginnen.

Zur Behebung des Ärztemangels wurde auch eine Öffnung des Studiums für Schüler mit schlechteren Abiturnoten ins Spiel gebracht, falls sie sich bereits früh verpflichten, eine Praxis auf dem Land zu übernehmen.

Auch flexiblere Arbeitszeiten und Teilzeitmodelle müssten eingeführt werden, denn immer mehr Frauen würden den Arztberuf ergreifen. Für sie müsse die Vereinbarkeit für Familie und Arztberuf möglich sein.

Die Freiberuflichkeit müsse außerdem auf jeden Fall erhalten bleiben, waren sich die Teilnehmer einig. Dafür sei es auch notwendig, die niedergelassenen Ärzte entsprechend zu honorieren.

Martin Huber nahm die geschilderten Herausforderungen der Ärzteschaft an und versprach, sich für Verbesserungen einzusetzen. Insbesondere sei es ihm wichtig, im Dialog zu bleiben und den Ärzten die Wertschätzung für ihre Arbeit entgegenzubringen, die sie verdient hätten, so Huber.

Dr. Martin Huber MdL

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E-Mail  : martin.huber@csu-landtag.de