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Erfolg der Energiewende beginnt in den Köpfen der Bürger

150 Gäste beim zweiten Bürgerforum „Tacheles“ von Dr. Martin Huber

04.11.2014

Zum zweiten Mal lud Martin Huber die Bürgerinnen und Bürger zu seinem Bürgerforum „Tacheles“. Auch dieses Mal wurde Klartext geredet. Die Energiewende ist zu schaffen – jedoch nicht ohne die tatkräftige Unterstützung der Bürger, so das Fazit von Dr. Martin Huber, MdL.


Martin Huber gab zunächst ein Einführungsreferat, in dem er von den bisher erreichten Erfolgen bei der Energiewende sprach und einen Ausblick auf die Ziele gab, die noch umzusetzen sind. Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit seien die drei Prinzipien, an denen man sich dabei ausrichte.

„Bayern hat bereits einen großen Schritt zum Erfolg der Energiewende getan. Beim Ausbau der Erneuerbaren sind wir spitze. Bereits 35 % des Stromverbrauchs in Bayern werden durch Erneuerbare Energien gedeckt!“ Auch auf die 10-H-Regelung und die noch zu bauenden Stromtrassen ging Martin Huber ein. Man müsse die Bürger in Entscheidungen einbeziehen – sowohl beim Bau neuer Windkraftwerke, die inzwischen die Höhe des Olympiaturms erreichten als auch bei den Stromtrassen.

Bestätigt sah er sich durch die Abstimmung des Publikums, das auch dieses Mal anhand von „Ted“-Geräten wieder die Meinung kundtun konnte. So sahen über 80 Prozent der Anwesenden die Wasserkraft als Energieerzeuger, den sie in der Nähe akzeptieren würden. Windkraftanlagen würden dagegen nur 6 Prozent in der unmittelbaren Nachbarschaft befürworten.

Staatsminister a. D. Erwin Huber, der Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Bayerischen Landtags ist,  vertrat vehement die Ansicht, dass man die Bürger bei der Energiewende nicht übergehen dürfe. Bei der Windkraft sei nicht mehr sehr viel Zubau möglich, ebenso bei der Wasserkraft. Es gebe erhebliche Bürgerproteste, wenn irgendwo ein Wasserkraftwerk geplant werde. Es gehe darum, die Bürger bei der Energiewende mitzunehmen. Auch die 10-H-Regelung ermögliche den Kommunen im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung eigenständig zu entscheiden, wo und ob überhaupt ein neues Windkraftwerk gebaut werden solle.

Auch Professor Dr.-Ing. Wolfgang Arlt, Leiter des Energiecampus Nürnberg vertrat ebenfalls die Ansicht, dass man bei der Energiewende nur das schaffen könne, was von der Bevölkerung akzeptiert werde. Deshalb hat er sich dafür eingesetzt, dass an seinem Lehrstuhl erforscht wird, wie die Akzeptanz der Menschen gesteigert oder erreicht werden kann. Hauptsächlich forsche man aber an der Entwicklung neuer Speichertechnologien. Er stellte seine Methode vor, anhand von Kohlewasserstoff Energie zu speichern und beeindruckte mit anschaulichen Beispielen.

Abschließend entwickelte sich eine rege Diskussion bei der die anwesenden Bürger Für und Wider mit den Politikern diskutierten. Dabei stand vor allem die Zukunft der chemischen Industrie in der Region im Fokus.


Dr. Martin Huber MdL

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